Dracula is my first

Okay, ich jetzt auch. Sehr reinverliebt in den Kindle.
Und in das Gutenberg-Projekt Pendant aus Großbritannien. Macht zittrige Hände und wirre Gedanken. So viel kostenlos Kanonisches, in sekundenschnelle Abrufbares, reizvoll Kontingentes.
Und dann diese ominöse E Ink. Als wäre sie rauftypographiert. Als könnte man sie mit den Fingernägeln abkratzen. Ein wenig erinnert mich die Oberflächenoptik an Maltafeln, die Hochtechnologie meiner Kindheit.
Ich weiß jetzt, wie mein Urgroßvater sich bei seinem ersten Gameboy gefühlt haben muss. Damals, die erste Generation; die Benutzerführung ist schon ein wenig unintuitiv und unfreundlich. Zumindest beim Kindle wird sich das noch ändern, da bin ich guter Hoffnung.
Das Ding ist aus Plastik und kommt appleverwöhnten Augen nicht besonders wertig daher. Oben prangt fett amazon. Der Name ist bei mir unter Versandhaus verbucht und ruft schlimme Assoziationen mit Otto und Quelle hervor.
Nach ein paar Minuten Untätigkeit schaltet der Reader in den Dämmermodus und beglückt mit feinen Illustrationen.

Die deutsche Buchpreisbindung nervt und die verhinderte deutsche Audiospur. Das haben die Verlage im eBusiness wohl noch nicht verstanden und wenn sie in ihrer Politik weiterhin so schnecken, verpassen sie vielleicht ein richtig gutes Geschäft.
Aber ich habe ja Dracula. Ich widme mich jetzt der Wissenschaft und forsche ein wenig mein Leseverhalten. In der Sonne, im Sandkasten.

3 Replies to “Dracula is my first”

  1. Schickes Teil. Vor allem der Bildschirmschoner überzeugt mich. Jetzt will ich auch so was.

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  2. Unbedingt! Dein 16. Monatsgehalt ist, soweit ich den Überblick habe, noch nicht verplant. Do it. Ich bin ganz verzückt von dem Ding. Das beste daran habe ich erst eben in der Sonne festgestellt: Sonnenbrillen werden obsolet. Kein weißes Papier weit und breit, das Sonnenlicht reflektiert und blendet.

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  3. […] es sich für ein anständiges Informatikerblog gehört, ist eine profunde Kritik unumgänglich. Der verblendete Herzschmerz der ersten Minuten ist ja von eher fragwürdigem Gehalt und wich einer ausgewogen kritischer […]

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