Gardenoffice

Heute habe ich Arbeit mit nach Hause genommen. Stupides Zeug, unter Wert für die Zeit im Büro. So sitze ich hier auf meiner Lieblingstreppe mit meiner Lieblingstochter, esse Telefonsuppe und Musiksalat aus gespülten Eisbechern, klassifiziere Steine, lasse Käfer auf meine Hand, grüße vorbeitrabende Pferde und versehe nebenbei 50 kleine, rote USB-Dinger mit Kongress-Material.

4 Replies to “Gardenoffice”

  1. Absender unbekannt verzogen 12. April 2011 at 05:46

    So ist es richtig!

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  2. Du könntest Dein Seminar in meinen Garten verlegen. Deine Studenten sind willkommen.

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  3. Es ist immer blöd, wenn man der Arsch vom Dienst ist, der solche Arbeiten erledigen muss. Ich möchte gar nicht wissen, wie viele Gesetzesnachlieferungen ich in den letzten Jahren in die Loseblattsammlungen am Lehrstuhl einsortiert habe, die ohnehin nie jemand in die Hand nimmt – das war eine ähnlich anspruchsvolle Aufgabe. Mein Chef hat immer versucht, mir das Gefühl zu vermitteln, das sei trotzdem wichtig. Da habe ich viel über Leadership gelernt: auch die dämlichsten Jobs muss man so verkaufen können, als wären sie essentiell für Wohl und Wehe des Unternehmens. Jetzt, wo ich diese wertvolle Lektion verinnerlicht habe, bin ich eigentlich auch bereit für Führungsaufgaben; es müssten nur noch Leute auf mich zukommen und mir so etwas antragen… Aber ich schweife ab: tolle Arbeit mit den USB-Sticks, keep up the good work!

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  4. @Flo: ach, ich fühle mich überhaupt nicht arschig. Ganz im Gegenteil, diese Sticks hatten eine sehr sinnvolle Mission, deren Weg ich äußerst gern bereitet habe.
    Und solange ich den Typen aus dem Vorstand dabei beobachten kann, wie er die Mitarbeiterspülmaschine ausräumt, ist hierarchiemäßig alles im Lot.

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