Kolumnenschreiben

Hier wurde sehr anschaulich vertextet, wie Printkolumnen entstehen. Ich habe mittlerweile zwei Hände voll von diesen kurzen, pointierten Texten geschrieben und das Ergebnis ist ok. Allein der Weg dahin läuft immer gleich und lässt sich einfach nicht optimieren: Viel zu lange Texte, die ich im Textverarbeitungsprogramm vorschreibe, sprengen das Layout. Ich versuche dann, sie ohne Folgeschäden zu kürzen und wenn ich sie bis auf ihre Essenz ausgezogen habe und sie immer noch nicht auf die Seite passen, fasse ich das heilige Layout an. Ich ziehe die Kästen größer, stehle der Subhead ein, zwei Zeilen, befreunde mich mit einer Ein-Wort-Überschrift. Irgendwann sieht alles ein wenig bleiwüstig aus, die Layoutvorlage beim Kunden wurde bislang trotzdem immer überlebt.
Sofort ins Layout zu schreiben, klappt nicht. Erstens entstehen die Texte in fast allen Fällen zu Hause, abends, dort habe ich nicht die passende Software. Nächstens setzt dieses nackte, erwartende Layout voll mit lorem ipsum mich unter Druck. Ständig sagt es mir: Schau, was Du alles noch mit Sinn füllen musst. Nie: Schau, was Du schon mit Sinn gefüllt hast. Ein ganz und gar weißer, formfreier Bildschirm, wie ihn zum Beispiel iAWriter mir beschert, wirkt auf mich produktiv. Darum wirds wohl beim Prozess bleiben, erst schreiben, dann kürzen.

2 Replies to “Kolumnenschreiben”

  1. Freut mich zu hören, dass Du das Schreibprogramm aus unserem Hause zum Schreiben nimmst! Mir geht es übrigens ähnlich – konnte noch nie in ein Layout schreiben.

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    1. ja, das schreibprogramm aus eurem hause gefällt mir äußerst gut, damit schreibe ich privat eigentlich nur noch. fühle mich dann, als würde ich vor einer weißen leinwand stehen. kann es beim einkaufszettelschreiben einen schöpferischen moment geben?

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