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Here’s to the mess we make

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Zum ersten Mal seit langer Zeit allein mit Monsieur LeGimpsi Zeit verbracht. Also ohne Kinder. Sind wir in die nächstgrößere Stadt unserer Wahl gefahren und ins Kino gegangen. Wie schön das war! Wie früher. Und hoffentlich auch wie später, in ein paar Jahren dann. Dr. Schmotzen meinte heute Mittag, sie sei ja schon kurz vor erwachsen. Müssen wir also nur noch Spartacus durchkriegen und dann haben Monsieur LeGimpsi und ich wieder ganz viel Zeit für uns. Das ist äußerst ungewohnt, irgendwie war ein Kind immer dabei. Dr. Schmotzen kam quasi sofort dazu damals, da hatten wir kaum ne Minute nur für uns, nur zum Kennenlernen. Vielleicht weil ich Monsieur LeGimpsi zu einem großen Teil immer als mein Elterngegenstück mitdenke, fühlt es sich in kinderlosen Momenten so an, als wären wir wieder im Sommer 2007. Wo alles ganz neu war und überhaupt alles möglich war. Vor allem, dass es groß werden könnte.

Naja, was macht man jedenfalls an einem Montagnachmittag, wenn man sich freut, zu zweit zu sein, und einen Film schauen möchte? Man kauft Karten für La La Land und setzt sich mit Horden von Rentnern in rote Sessel und sieht Ryan Gosling und Emma Stone beim Spielen und Singen und Tanzen und Steppen zu. Das klappt ganz hervorragend, die machen das so gut zusammen. Alle im Saal freuen sich über die hübschen Kleider, das schöne Gesicht des Hauptdarstellers und wie nett geblümt der Duschvorhang ist. Und das stimmt ja auch, die Ausstattung ist perfekt, alles dreht sich schwungvoll um tausend Achsen, die Kamera fährt gern nach schräg oben raus und Gravitation braucht kein Mensch.

Ich fand, der Film war mehr ein Zustand, als eine Geschichte. Mehr ein bunter, musikalischer, narrativer Moment. Mehr gezeigt, als erzählt. Aber das kunstvoll und mit großer Sorgfalt und so waren das sehr beschwingte Stunden mit Monsieur LeGimpsi und Ryan Gosling und mir.

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