Alle Artikel des Monats: Oktober 2015

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KINO WASUPA

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bremen
Gestern in den späten Abendstunden eine Mail von Dr. Schmotzen bekommen (Kontext: Sie hat ihre Oma, Tante und den Tantenfreund zu einer zweiten Runde Alles steht Kopf ins Kino begleitet und durfte danach bei Oma übernachten):

HALO EATAN
KINO WASUPA.
POMMIZ JÜPI LEKA
SCHLAFTGUT
HUP HUP
DEINE Dr. Schmotzen

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Wir spielen: Crazy Coconut

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Was machen Affen, die alten Hedonisten, wenn der Tag lang ist? Kompetitiv mit Kokosnüssen auf Ziele werfen? Gut möglich. So verbringen wir jedenfalls unsere Tage im Moment. Mit einer Runde Crazy Coconut nach der anderen.
Das geht so: In der Spielfeldmitte steht eine Anordnung von Bechern, jeweils mit der Öffnung nach oben. Die Spieler versuchen mit ihrem persönlichen Katapultwinkearmschimpansen Weichgummikokosnüsse, die aussehen wie Schokoladennüsse, aber nicht so schmecken, ich habe das überprüft, in ihnen zu versenken. Sind sie dabei erfolgreich, gehört der jeweilige Becher ihnen. Hat der erste Mitspieler seine Kokosnüsse in insgesamt sechs Becher gepflanzt, ist das Spiel vorbei. Für einen schärferen Wettkampf sorgen zwei Maßnahmen: Es ist erlaubt, bereits eroberte Becher der Mitspieler feindlich zu übernehmen, indem man seine Kokosnuss mit der Affenschleuder reinbefördert und zweitens, kann man den Mitspielern das Leben durch Aktionskarten schwer machen, die sie dazu zwingen, mit geschlossenen Augen oder über weite Distanzen zu katapultieren.
Ich mag, dass man mal echt was machen kann. Nicht immer nur irgendwelche Karten umdrehen oder sammeln oder abstrakte strategischen Entscheidungen treffen. Nee, Katapult laden, zielen und schwups fliegen kleine Kanonen durchs Wohnzimmer. Manchmal landet eine zwischen Monsieur LeGimpsis Augen, aber dabei handelt es sich dann natürlich bloß um ein ärgerliches Missgeschick. Crazy Coconut: Im Prinzip wie Minigolf, bloß ohne rumlungernde Rentner.

Kategorien: Fingerspitze, Distanzschuss, Zielweitwurf, Tennisarm, Schleudertrauma, selbsterklärend
Dauer: genau richtig
Frustrationstoleranz erforderlich: ja. Ich hätt gern meine Kokosnuss zurück!
Anzahl der Spieler: zwei bis vier
Was machen Kinder solange: bestens mitspielen

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Wir spielen: Splendor

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Wir haben die Spielesaison eröffnet. Monsieur LeGimpsi fuhr unter widrigen Umständen zur weltgrößten Spielemesse nach Essen und kehrte mit umfassender Ausbeute zurück.
Am Wochenende haben wir mit Dr. Schmotzen Kokosnüsse eingelocht und Stockwerke gestapelt. Dazu später womöglich mehr.
Mit dem guten Zeug fingen wir dann gestern Abend zu zweit an. Um acht schlafen einigermaßen zuverlässig beide Kinder, da bleibt genug Zeit für Monsieur LeGimpsi und mich und ein paar Würfel oder was man so zum Spielen braucht.
Für Splendor benötigt man casinomäßige Chips, die liegen richtig schwer in der Hand. Die Ästhetin in mir freut sich, dass die Spieleerfindertruppe Spacecowboys sich gegen Pappe und für Kunststoff entschieden hat (die umweltbewusste Planetenbewohnerin in mir freut sich darüber natürlich nicht so sehr, wobei, vielleicht ist das auch ökologisch korrekter Kunststoff).
Jedenfalls ist die Idee simpel: Mit fünf unterschiedlichen Wertmarkengruppen und einem Joker muss versucht werden, so in Ressourcen zu investieren, dass diese möglichst effektiv selbst als Investitionsmittel verwendet werden können und sie dann im Spielverlauf auch noch die Grundlage für Siegpunkte bilden. Nach einem eher mühsamen Beginn entwickelt sich ziemlich bald eine Dynamik, die dafür sorgt, dass man riesige Wertmarkenberge anhäuft. Wenn man sich geschickt anstellt und nicht zu lang spart. Da versteh ich auch, was die reichen Leute machen, wenn sie ihre Penunzen für sich arbeiten lassen. Nämlich nix. Viel Kapital entwickelt ganz von allein mehr. Und mit den Wertmarkenbergen kann man dann jedenfalls die großen Klunker kaufen und die machen dich zum Gewinner.
Pro Zug kann man sich nur für eine Aktion entscheiden, man muss also gut abwägen: entweder Kapital sammeln, eine Investition tätigen oder eine Investition planen. Das wars schon.
Gleich im ersten Durchgang hat sich uns eine ziemlich offensichtliche Frage gestellt, die weder in der Anleitung noch in einschlägigen Nerdforen geklärt wird. Darum werde ich mich direkt an den Autor wenden und hoffe, ich bekomme es mit einer Antwort zu tun. Huiui.
Ich mag ja Spiele, in denen man einigermaßen strategisch vorgehen muss, im Blick behält, wie es um den Gegner steht und man es bei der Spielmechanik mit einer einigermaßen ordentlichen Menge an Komplexität zu tun hat. Das ist bei Splendor alles nicht der Fall. Trotzdem mag ich das Spiel auf Anhieb sehr gern. Es ist schnell erklärt, schnell verstanden, kurzweilig und man kann nebenbei essen, ohne was zu verpassen. Oder mal eben dem kleinen Kind helfen, in die nächste Ladung Schlaf zu finden. Und danach gehts weiter, ohne sich großartig wieder einfinden zu müssen.

Kategorien: Kaufrausch, Materialliebe
Dauer: könnte länger sein
Frustrationstoleranz erforderlich: ja (wie komm ich jetzt auf schnellstem Weg zu acht Rubinen?)
Anzahl der Spieler: zwei bis vier
Was machen Kinder solange: arbeiten als Kundenbetreuer in der Edelsteinbank

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Ich habe einen Füller gekauft

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In gelb. Für mich. So einen hatte immer nur Mario Doof. Den Lamy hab ich natürlich nachts bei Amazon bestellt. Bedarf nach Schreibgeräten aus der Primarstufe in gelb entwickelt sich fast immer nur in den Minuten bevor der Schlaf einsetzt. Oder besoffen. Aber ich trinke ja nicht. Mir ist aufgefallen, dass ich seit Januar 2008 nichts mehr getrunken habe. Außer ein paar Schnäpse im Trauerkontext 2011.
Ich dacht noch so, in anthrazit hatt ich den als Schülerin schon, nimmste mal ne andere Farbe, nimmste mal gelb, passt auch gut zur Küche. Dann schreibste nur noch mit Tinte. Was mach ich überhaupt noch handschriftlich? Überweisungen und Einkaufszettel. Bestens.
Man ist ja im juristischen Sinne keine handlungsfähige Person mehr nachts kurz vor Schlafbeginn und sollte echt keine Kaufentscheidungen treffen. Oder sie zur Sicherheit von Mama oder anderen Erziehungsberechtigten unterzeichnen lassen. Amazon weiß das natürlich und freut sich, dass seine plemplemen Konsumenten einträgliche Geschäfte eingehen und hat mir einen gelben Lamy verkauft.

Ich habe die Handschrift eines elfjährigen Jungen und bin Linkshänderin, wische beim Schreiben also ständig über die feuchte Tinte. Ich habe null Verwendung für diesen Stift, aber ich freue mich trotzdem über ihn. Von 1998 habe ich einen Metall-Lamy, der schreibt zwar nicht mehr, sieht aber immer noch sehr schön aus. In zwei Jahren gesellt sich bestimmt noch ein Holz-Lamy dazu, der ist dann auch für Linkshänder, wird aber nicht mir gehören.

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Woschzat

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Wunschzettel

Dr. Schmotzen hat einen Wunschzettel für ihren siebten Geburtstag eingereicht. Den zu entziffern sei besser als Sudoku, meinen manche. Hier die Auflösung:

Wunschzettel
Tischlampe
Schlafanzug
Bei Oma schlafen
Bei Justine schlafen
Puzzle
Freundebuch
CD von Bibi und Tina Nummer eins