Alle Artikel des Monats: Juni 2011

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blowing the raspberries

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Wenn Du Dein Wohnzimmer gern himbeerriechend hättest, dauerhaft, dann schicke ich Dir Dr. Schmotzen vorbei. Die öffnet mit abgebrühter Eloquenz sämtliche Wackelpeter- und Backpulvertütchen und sandmalt deren Inhalt meisterhaft zu marmoroptischen Großflächengemälden.
Und als einziges Kind auf dieser Welt wird sie die Gunst der süßen Stunde nicht nutzen, ungesehen Hundertschaften von Schokotropfen zu verdrücken, allein weil sie weiß, dass sie Schokolade nicht essen darf und der Reiz des Verbotenen noch nicht die Tore ihrer Großhirnrinde gestürmt hat. Das ist eine großartige Unschuld.

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diese Eltern, die ihren Kindern schiefe Erklärungen liefern, warum die kleinen Dinger in Sonnenmilch gebadet werden müssen und sie selbst firnisfrei durch die Sonne laufen dürfen?
Auf dem Fahrrad gehöre ich jetzt nicht mehr zu ihnen.

Bildschirmfoto 2011-12-16 um 21.10.06
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Landleben vs. Stadtleben 2:2

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Ich weiß, dass kein Mensch etwas dafür kann, ob er ein Städter ist
oder im Dorf groß wird. Ich registriere dabei nur, dass wahrscheinlich
die Entbarbarisierung auf dem platten Land noch weniger als sonstwo
gelungen ist. (Theodor W. Adorno)

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Urlaubsantragsplanerei

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Gar nicht so einfach, Urlaubsanträge auszufüllen, wenn Du gleich vier Bedarfe decken musst: Deinen, Monsieur LeGimpsis und die Deiner auf Dr. Schmotzen aufpassenden Eltern. Die sollen sich nämlich auch erholen, nicht nur von ihrer Arbeit, auch von dieser Zweijährigen, die so auf die beiden Herrschaften abfährt, dass sie ihnen keinen Millimeter Freiraum schenkt, keine Sekunde lang. Dr. Schmotzen ist die einzige, die auf erholsame Alltagsunterbrechung keinen Bock hat.
Bis auf den letzten Tag ist der Jahresurlaub verplant. In meinem Kopf. Montag wird er eingereicht und dann auf bestätigende Signatur gehofft.
Scheitert der Plan, weiß ich, Dr. Schmotzen, sie hat ihn verhindert.

Bildschirmfoto 2011-12-19 um 00.25.40
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Farewell, Don!

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Heute begehen wir das season finale von Mad Men Staffel vier.
Traditionell verabschieden wir Serien stets im Dreifolgenpaket. Aus Rücksicht auf den Spannungsbogen.
Diese Vorgehensweise haben wir bei 24 gelernt, wo auf die große Finalfolterung gern planvoll und wendungsreich hingemartert wird. Drei Episoden lang. Und da muss der Rezipient unbedingt alles registrieren und im Blick behalten, da sollte das Kurzzeitgedächtnis zwischenzeitlich nicht von Einkaufszetteln, Zahnarztbesuchen und der Tagesschau überlagert werden.
Die letzten drei Folgen einer Staffel bilden für uns also eine unflexible Einheit, die unbedingt mit nötiger kulinarischer Feierlichkeit begleitet werden sollte. Kartoffelpuffer etwa eignen sich sehr.
Don, ich werde Dich vermissen – wobei, wenn ich mir die viertletzte Folge so anschaue, sollte er am Ende gar Dick heißen?